Datendiebstahl bei Sony

Vor etwa einer Woche musste der japanische Elektronikkonzern Sony den Stecker seiner Server ziehen und alles komplett abschalten. Sony fiel einem Hackerangriff zum Opfer. Dies beweist, dass selbst ausgetüftelte Sicherheitssysteme von Weltunternehmen Lücken aufweisen, die von intelligenten Informatikern aufgespürt werden können. Etliche persönliche Daten wie Namen, Adressen, Geburtsdaten, Passwörter, Online- IDs, E-Mail- Adressen, Kaufhistorien und möglicherweise sogar Kreditkartennummern wurden gestohlen.

Betroffen sind das Sony PlayStation Network und der Qriocity- Service. Über 75 Millionen Kunden wurden daraufhin gewarnt und zur Kontrolle Ihrer Konten sowie Abänderung Ihrer Passwörter aufgerufen. Das börsennotierte Unternehmen hat seine Sorgfaltspflicht in Bezug auf die ihnen anvertrauten Kundendaten und die Sicherheitssysteme allerdings versäumt. Und dies, obwohl das Globalunternehmen schon im Vorfeld darauf hingewiesen wurde.

Von diversen Unternehmen wird den Internetnutzern suggeriert, dass sie sich im World Wide Web auf sicherem Terrain befinden. Online-Banking hier, Abschluss von Verträgen dort, Bestellungen tätigen, kurz mal in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter chatten und Bilder hochladen. Sämtliche Eingaben von Personalien und anderen wichtigen Informationen werden auf externen Servern abgespeichert. Jeder User des Internets sollte sich einmal darüber Gedanken machen, ob dies von ihm als notwendig erachtet und gewollt ist. Wie man sieht, kann Datendiebstahl schließlich überall und zu jeder Zeit passieren, sowohl privat als auch in großen Firmen. Betrachtet man aber die Seltenheit solcher Hackattacken im Vergleich zu der riesigen Fülle an Daten, die tagtäglich im Internet abgelegt werden, dann kann man den Spaß und die Bequemlichkeit, die das Internet unter Beachtung bestimmter Richtlinien bietet, ohne größere Bedenken nutzen.

Tags: , , ,
Veröffentlicht in Wirtschaft-News am 28.04.2011