Die Fettnäpfchen einer Firmenweihnachtsfeier

Bildquelle: Fotolia.com - © racamani

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Alle Jahre wieder veranstalten viele Firmen in Deutschland eine betriebsinterne Weihnachtsfeier. Alles ist genau durchgeplant. Ein gediegenes Restaurant, eine feierliche Tafel, ein geschmückter Tannenbaum, Kerzenschein, leise Musik und dann das:

Harald aus dem Vertrieb, eine leuchtend rote Polyester-Mütze mit hektisch blinkendem Bommel auf dem Kopf, gesteht nach ausreichend geistigen Getränken Jenny aus der Personalabteilung lautstark seine Gefühle.

Marlene aus der Buchhaltung erklärt allen, die in Hörweite sitzen, dass sich der Braten, übrigens von einem Sternekoch kreiert, mit ihrem Weihnachtsbraten zu Hause so gar nicht messen könne.

Jörg aus der Werkstatt, zu spät gekommen und dabei mitten in die Begrüßungsrede des Chefs hineingeplatzt, klopft diesem nun auf die Schulter und möchte eine Gehaltserhöhung.

So oder ähnlich kann man den Kollegen oder auch den Vorgesetzten dauerhaft in Erinnerung bleiben. Andererseits sind nur ein paar einfache Regeln zu beachten, um selbst eine Firmenweihnachtsfeier zu einem persönlichen Erfolg werden zu lassen.

Karriere- und betriebsklimaförderliche Grundregeln

Firmenweihnachtsfeiern sind nicht nur als Freizeitvergnügen für die Belegschaft gedacht, sondern geben dem Chef einen Einblick in die Persönlichkeit und den Charakter jedes einzelnen Mitarbeiters. Erscheinen ist so gut wie Pflicht. Daher sollte man niemals kurz vorher absagen. Eine Ein-Tages-Krankheit ist unglaubwürdig, und der Geburtstag eines gutes Freundes, der einem in letzter Minute eingefallen ist, ist beleidigend für die Intelligenz der Firmenleitung. Übrigens zählt die Weihnachtsfeier nicht als Arbeitszeit. Sie findet nach Feierabend oder am Wochenende statt und drückt die gegenseitige Wertschätzung von Kollegen und Chefs aus.

Fauxpas vermeiden und durch förderliches Verhalten ersetzen – die besten Tipps

  • Nicht aufreizend oder im Schlabber-Look kleiden. Oftmals geht der erwünschte Dresscode bereits aus der Einladung hervor.
  • Nicht über andere Kollegen herziehen oder lästern. Lieber Gespräche über unverfängliche Themen suchen: Freizeit, Hobbys, Familie, doch niemals Politik.
  • Andere nicht langweilen. Stattdessen werden aktive Zuhörer als die angenehmsten Gesprächspartner empfunden.
  • Niemals fachliche Diskussionen oder persönlichen Streit anfangen oder sich darauf einlassen. Besser nach einer gemeinsamen freundlichen Ebene suchen.
  • Zu viel Alkohol kann zu Peinlichkeiten führen. Ein bis zwei Gläser aus Geselligkeit sind optimal.
  • Auf auffälliges Tanzen oder das Initiieren peinlicher Trinkspiele verzichten. Wenn Tanzen jedoch erwünscht ist, dezent mitmachen.
  • Niemals den Chef oder andere Kollegen mit Verbrüderungen, Liebesschwüren oder sonstigen Zudringlichkeiten belästigen. Immer Contenance bewahren.
  • Nur weil der Chef gerade emotional empfänglich zu sein scheint, ist es unangebracht, nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. Stattdessen hat man hier jedoch die Gelegenheit, ebenfalls die Persönlichkeit und den Charakter des Chefs für spätere Gehaltsverhandlungen zu studieren.
  • Auf keinen Fall über das Essen oder sonst etwas an der Organisation der Feier beschweren. Sicher gibt es genügend gelungene Aspekte, die man stattdessen lobend erwähnen könnte.
  • Selbst wenn noch Nachwirkungen der Feier – sei es durch doch etwas zu viel Alkohol – zu spüren sind, ist eine Krankmeldung am nächsten Tag ein absolutes No-Go. Disziplin ist in dieser Situation das A und O.

Fazit

Eigentlich ist eine Firmenweihnachtsfeier dazu gedacht, einen angenehmen Abend mit den Kollegen außerhalb des täglichen Arbeitsstresses zu verbringen. Dafür genügt es einmal mehr, den gesunden Menschenverstand zu Rate zu ziehen. So bleibt der Abend allen als Highlight des Geschäftsjahres in Erinnerung. Und sollte sich doch ein Kollege oder gar der Chef blamiert haben, ist Vergessen die einzig richtige Reaktion darauf.

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Veröffentlicht in Allgemein am 27.11.2018