Konzernumbau: Neckermann streicht die Hälfte der Jobs

Nach Angaben der Gewerkschaft will der Versandhändler #id=12155;name=Neckermann;# mehr als jede zweite Stelle streichen. Das bedeutet, dass von insgesamt 2500 Jobs knapp 1400 Stellen entfallen. Besonders der Stammsitz in Frankfurt am Main sei betroffen, dessen Logistikzentrum auch geschlossen werden solle. In den kommenden Wochen beginnen die Verhandlungen mit dem Betriebsrat. Verdi bezeichnete den geplanten Abbau der Jobs als soziale Katastrophe.

Verschiedenen Berichten zufolge lief das vergangene Jahr für den Versandhandel nicht gut. Es wurde durch Neckermann angekündigt, den Online-Handel zu verstärken und das Kataloggeschäft langsam zu verkleinern, um damit eine neue Perspektive für das Unternehmen zu schaffen. Es seien sogar personelle Änderungen bei den Führungskräften vorgenommen worden. Doch beim Versandhändler Neckermann leuchten die Alarmglocken: Neckermann versucht jetzt noch rechtzeitig die Kurve zu kriegen und setzt auf den Onlinehandel. Damit sterben die kiloschweren Kataloge aus, die einst so beliebt waren und die Jobs der Mitarbeiter ebenfalls. Das Printgeschäft sowie die Eigentextilsparte werden eingestellt und die Kataloge eingestampft, damit das Unternehmen nicht das Schicksal von Quelle teilt. Branchenexperten meinen, dieses Handeln sei längst überfällig gewesen.

Neckermann hat zu spät den Schwerpunkt auf den Verkauf von Waren im Internet gesetzt. Kunden bestellen ihre Waren mittlerweile hauptsächlich im Internet und kaum über den Katalog und das ist nicht nur ein Trend: Die Ära des Kataloggeschäfts geht zu Ende. Daher stellt Neckermann nun entsprechende Weichen für die Zukunft.

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Veröffentlicht in Wirtschaft-News am 28.04.2012