Neuer Gigant am Buchmarkt: Bertelsmann fusioniert mit Penguin Group

Die FAZ bezeichnete es als Elefantenhochzeit und prophezeite viel platt getrampeltes Gras. Die Mitarbeiter aber sehen in der Fusion der weltgrößten Medienkonzerne Bertelsmann und Pearson eine gute Chance, bestens gerüstet in die Zukunft zu gehen.

Eine Fusion der Superlative?

Es steht zu vermuten, dass der Segen des Kartellamtes reine Formalität ist. Schließlich ist die Zusammenlegung zweier Riesenkonzerne der Medienbranche durchaus nichts Neues. Dennoch gleicht die Ankündigung der Zusammenlegung der Buchverlage von Bertelsmann und Pearson einer Lawine. Nun stürzt sie zu Tal und ängstliche Menschen befürchten, dass sie auf ihrem Weg den einen oder anderen Mitbewerber einfach überrollen wird. Dabei möchten sich die Gruppen nach eigenen Angaben lediglich für die Zukunft rüsten. Und das die nicht länger im Eis der bedruckten Bücher liegt, macht den Markt schwierig. Das digitale Buch setzt den klassischen Buchmarkt so sehr unter Druck, dass sich die beiden Medienkonzerne durch eine Zusammenlegung ihrer Interessen in diesem Bereich neue, blühende Täler erhoffen.

Penguin als neuer digitaler Gigant?

Die Idee dahinter ist simpel: Penguin konzentriert sich in Zukunft eher auf das digitale Geschäft, während Random House an der Erweiterung des traditionellen Buchverlagswesens arbeitet. Letzeres soll auch weiterhin Tonangebend sein. Schließlich hält Bertelsmann mit 53% die größeren Anteile und stellt daher auch den zukünftigen Chef Markus Dohle. Der Bertelsmann Vorstand erklärte, dass Penguin und Random House in Zukunft den internationalen und vor allem digitalen Markt bestimmen sollen. So erhoffen sich Vorstand und Mitarbeiter ein größeres Absatzfeld und bessere Möglichkeiten, neue Konzepte im Bereich des klassischen und modernen, sprich digitalen Verlagswesen durchsetzen zu können. Random House Deutschland mit Sitz in München wird nicht Teil der Fusion. Hier erhofft sich Bertelsmann ein stärkeres Gewicht im Bereich des klassischen Buchverlagswesen schaffen zu können.

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Veröffentlicht in Unternehmen am 04.11.2012