Griechenland-Hilfe führt zu heftigen Diskussionen im Bundestag

Dienstag, 14. Juni 2011

Die Hilfe für Griechenland wurde im Bundestag erst nach heftigen Diskussionen verabschiedet. Bei der Debatte um die Finanzspritze warf die Opposition der Regierung vor, nicht europäisch genug zu denken, die Regierung gab den Ball in gleicher Weise zurück.

Finanzminister Schäuble (CDU) hatte zunächst die Hilfen aus rein fachlich-technischer Sicht erläutert. Er benannte als Risiko eine mögliche Zahlungsunfähigkeit Griechenlands und einer Ansteckungsgefahr für die Finanzmärkte. Eine erneute Finanzkrise sei ohne Hilfe für Griechenland nicht auszuschließen, sie sei sogar wahrscheinlich. Und Deutschland sei nun einmal der größte Gewinner der Euro-Zone, entsprechend hoch sei die Verantwortung. …mehr »

Neue Regeln für Banken sind unzureichend

Dienstag, 29. März 2011

Die neuen Regeln für die Banken gehen laut Expertenmeinungen derzeit ins Leere und daher fordern Aufseher härtere Auflagen. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, schwärmte im Sommer des Jahres 2004 noch davon, dass mit den damals beschlossenen Vorschriften zum Eigenkapital im Regelwerk „Basel II“ mehr Sicherheit für die Banken gewonnen werde und dass das gesamte Finanzsystem dadurch gestärkt und verbessert werde. Heute hingegen sind sich Finanzexperten darüber einig, dass die Finanzkrise im Wesentlichen erst durch „Basel II“ entstehen konnte, da die Banken vermehrt waghalsige Geschäfte abwickelten. Philip Davis, Finanzexperte, spricht davon, dass die Banken zur Zeit der Wirtschaftskrise hoffnungslos unterkapitalisiert gewesen sind, woraus der Finanzcrash resultierte. …mehr »