Lothar Seiwert schrieb mit seinem neuen Buch „Ausgetickt: Lieber selbstbestimmt als fremdgesteuert“ ein sehr persönliches Buch, welches von den bisherigen Ratgebern zum Thema Zeitmanagement abweicht. Es geht darum im Job Prioritäten zu setzen, aber diesmal ist nicht das Delegieren ungeliebter Aufgaben gemeint, sondern die Bereitschaft von Innen heraus zu lernen das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Diese Form des Zeitmanagements ist insofern eine Besonderheit, als das sie als Lösung aufzeigt, wie wir die zur Verfügung stehende Zeit während der Arbeit mit dem füllen, was uns wirklich wichtig ist.
Mit seiner Botschaft, das herkömmliche Zeitmanagement helfe sowohl im Job, als auch im Privatleben nicht gegen die Stresskrise unserer Gesellschaft, greift er mit seinem neuen Ratgeber die Kernaussage der Selbstbestimmung auf. Sein mutiges Statement darüber, dass er sich vermutlich getäuscht habe ist eine Besonderheit und ein Schritt in eine zeitgemäßere Sicht der Dinge. Seiwert beschreibt den neuen erfolgreichen Zeitgenossen als einen flexiblen, selbstbewussten Individualisten mit selbstbestimmter Lebensweise, der zudem bewusst darauf achtet, keinen Schaden für andere zu verursachen.
Wer bereits in Seiwerts Büchern „Die Bärenstrategie“ und „Mehr Zeit fürs Glück“ gestöbert hat, empfindet vielleicht gar nicht so viel Gegensätzliches. Eigentlich ist es nur eine Reise vom Außen- ins Innenleben. Denn auch in den erwähnten Büchern ging es darum, die verschiedenen Anteile der Persönlichkeit typgerecht zu integrieren. Dieser lesenswerte Ratgeber ist eher eine Bewusstseinserweiterung als eine Kehrtwende und hilf daher auch im Job weiter.
Und Seiwert hat Recht: Die Fähigkeit einen Blick auf sich selbst zu riskieren, zu hinterfragen wer oder was macht mir denn Druck, lässt mich entscheiden, ob ich fremdgesteuert leben möchte oder selbstbestimmt. Und ohne selbstbestimmtes Handeln können wir den Sachzwängen, in denen wir alle stecken, nicht entfliehen. Jeder entscheidet selbst über den Grad der Fremdbestimmung oder auch mal gegenüber dem Chef „Nein“ zu sagen und darüber die Komfortzone im Job bewusst zu verlassen. Das ist die Besonderheit an diesem Ratgeber, der Mut macht, sich mit seiner Lebenszeit privat und während der Arbeit auseinander zusetzen.